Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Welche Pflegefehler können bei Orchideen passieren?

Die wunderschönen Orchideen erfordern gar nicht so viel Pflege, wie möglicherweise befürchtet. Die Tatsache, dass die Pflanzen tropischen Landschaften entstammen, hält noch immer manchen Pflanzenliebhaber vom Kauf von Orchideen ab. Die Angst vor einer zeitaufwendigen Hege ist jedoch unbegründet, es sollten lediglich gravierende Pflegefehler bei Orchideen unterbleiben, damit die exotischen Gewächse in heimischer Kultur prächtig gedeihen.

Das Einnebeln

Die meisten Orchideen, die im Handel angeboten werden, entspringen dem Regenwald, in dem ein schwül-warmes Klima vorherrscht. Wohnräume bieten diese hohe Luftfeuchte nicht, deshalb empfinden Orchideen das Einsprühen von Blättern und Luftwurzeln als Wohltat. Das Einnebeln sollte aber nicht übertrieben werden. Laub und Luftwurzeln brauchen zwischendurch die Möglichkeit zum Abtrocknen. Einmaliges tägliches Umnebeln reicht aus, um Pflegefehler bei Orchideen zu vermeiden. Am besten findet das Einsprühen am Morgen statt, so wie es die Gewächse in ihrer Heimat mit den allmorgendlichen Regengüssen gewohnt waren. Kalkfreies Regenwasser hinterlässt auf den Blättern keine Ränder.

Das Wässern

Bei der Bewässerung der Orchideen bedarf es etwas Fingerspitzengefühl. Zu viel und zu wenig Wassergaben zählen zu den üblichen Pflegefehlern bei Orchideen. Das Substrat und somit auch die Wurzeln sollten zwar ordentlich Wasser erhalten, aber nicht permanent, denn sonst kommt es zu Schimmel- und Fäulnisschäden.

Am besten werden die Orchideen in zeitlichen Abständen von acht bis vierzehn Tagen in ein Behältnis mit Regenwasser eingetaucht. Das Substrat und die Wurzeln saugen sich innerhalb einer halben Stunde mit genau der Nässe voll, die gebraucht wird. Anschließend sollte überschüssiges Wasser abfließen, bevor der Topf wieder in das dekorative Übergefäß zurückgestellt wird, damit keine Staunässe entsteht.

Das Düngen

Ein Übermaß an Dünger bekommt Orchideen nicht gut, denn am Naturstandort stand ihnen auch keine Fülle an Nährstoffen zur Verfügung. Ganz auf Dünger zu verzichten wäre aber auch ein Fehler bei Orchideen. So deckt z. B. bei der Phalaenopsis während der Wachstumszeit ein Schuss Dünger im Turnus von zwei bis drei Wochen den Bedarf an Nährstoffen ausreichend ab.

Der Standort

Unter dem Blätterdach der Regenwaldbäume kamen die Sonnenstrahlen nicht ohne Einschränkung bis zu den Orchideen durch. Die Pflanzen wären deshalb bei uns mit einem vollsonnigen Standort total überfordert. Die Morgen- oder die Abendsonne mit weniger Intensität verursacht keine Hitzeschäden. Lediglich vor praller Mittagssonne sollten Orchideen geschützt sein. Ein nach Süden zeigendes Fenster bleibt aus diesem Grund für die Gewächse meist tabu. Ein Pflegefehler bei Orchideen kann auch ein zu dunklen Standort sein, wenn es den Gewächsen ständig an Helligkeit mangelt.

Die Ruhezeit

Die meisten Orchideenarten legen nach einer kräftezehrenden Blütenphase eine Zeit der Ruhe und Regeneration ein. Während dieses Entwicklungsabschnittes sollten die Gewächse weniger Wasser und keinen Dünger erhalten. Neue Blütentriebe läuten das Ende der Ruhephase ein. Von da an wird wieder normal gewässert und gedüngt.

Wer seinen Gewächsen die typischen Pflegefehler bei Orchideen nicht zumutet, darf sich fortwährend an immer wieder herrlich blühenden Orchideen erfreuen.