Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Krankheiten bei Orchideen - einige Tipps

Lässt die Wuchs- und Blühkraft einer Orchidee nach, kann es sowohl an Pflegefehlern und Schädlingen als auch an gesundheitlichen Beschwerden liegen. Werden lediglich die unteren Blätter zunächst gelb und mit der Zeit braun, handelt es sich höchstwahrscheinlich um keine Orchideen Krankheit, sondern um einen normalen Alterungsprozess. In diesem Fall besteht kein dringlicher Handlungsbedarf. Abgestorbenes Laub sollte nicht abgeschnitten, sondern vorsichtig per Hand abgetrennt werden. Will sich das Blatt nicht lösen, einfach noch etwas warten, bis es sich leicht entfernen lässt. Dass Triebe nach der Blüte vertrocknen, ist ebenfalls normal. Der Griff zur Schere empfiehlt sich aber erst, wenn im gesamten Stängel kein Leben mehr steckt. Sollte der untere Teil nach längerer Zeit noch grün sein, besteht durchaus eine Chance, dass er wieder ausschlägt. In diesem Fall nur das bereits abgestorbene Stück entfernen.

Potenzielle Pflegefehler

Bei Orchideen werden die meisten Fehler beim Gießen gemacht. Zu viel Feuchtigkeit führt zur Fäulnis und zu wenig Wasser lässt die Gewächse vertrocknen. Viele Orchideenfreunde bevorzugen das Tunken, immer dann, wenn sich das oberste Substrat nicht mehr feucht anfühlt, für gewöhnlich nach etwa einer Woche. Tägliches Einnebeln von Laub und Luftwurzeln beschert Orchideen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Zu viel Sonne oder zu wenig Licht, mit beiden Umweltfaktoren können sich Orchideen nicht anfreunden. Ein weißer Fleck mit dunklem Rand auf einem Blatt deutet auf einen Sonnenbrand hin. Direkte Sonne schadet übrigens auch den Wurzeln. Durch verbrannte Stellen können keine Nährstoffe mehr hindurchfließen. Ein Mangel an Licht vermindert den Stoffwechsel und hat typischerweise Knospenabfall und weiches Laub zur Folge.

Schädlinge an Orchideen

Gemeinhin wird Schädlingsbefall zu den Orchideen Krankheiten gezählt. Am häufigsten treten Schildläuse an den exotischen Gewächsen auf. Das Ungeziefer lebt vom Pflanzensaft und hält sich gerne unter den Blättern oder in Zwischenräumen auf. Blattläuse sind gleichfalls mit Stechrüssel ausgestattete Pflanzensauger, die sich bei günstigen Bedingungen rasend schnell vermehren. Schmier- bzw. Wollläuse produzieren eine wachsähnliche, schmierige Schicht, unter der sie sich verstecken. Die Weibchen fertigen zudem Gespinste zur Eiablage an. Die Saugtätigkeit der Schädlinge löst eine Honigtaubildung aus. Befallene Orchideen sollten umgehend isoliert werden, um eine Ausbreitung auf andere Gewächse zu verhindern. Zur Bekämpfung der Schädlinge eignen sich Pflanzenschutzmittel und gegebenenfalls Seifenlösungen, wenn das Laub vorher gründlich abgewaschen wurde. Grundsätzlich sind geschwächte Orchideen besonders anfällig für Schädlinge.

Weitere Orchideen Krankheiten

Bakterien, Pilze und Viren hinterlassen auf den Blättern braune, gelbe oder schwarze Punkte bzw. streifen- oder ringförmige Flecken. Pilzkrankheiten, die bei fehlender Luftzufuhr vorkommen, weiten sich oftmals auch auf die Wurzeln aus. Eventuell lässt sich der Pilzbefall stoppen, wenn die befallenen Pflanzenteile entfernt werden. Bei bakteriellen oder virusbedingten Infektionen gibt es für die betroffene Orchidee meist keine Rettung.

Braune Wurzeln

Gesunde Orchideenwurzeln schimmern silbrig und verändern ihre Farbe in ein kräftiges Grün, sobald sie mit Wasser in Kontakt kommen. Braune Wurzeln entstehen durch Staunässe, die Wurzelfäule hervorruft. Genau genommen handelt es sich um einen Pflegefehler, der dem Wurzelwerk Schaden zufügt.

Knitterblätter

Zu geringes oder unregelmäßiges Gießverhalten sowie zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann zum Ziehharmonika-Effekt führen. Achten Sie zukünftig auf regelmäßige und ausreichend dosierte Wassergaben.

Knitterblätter bei einer Orchidee
Knitterblätter bei einer Orchidee

Als hilfreich erweist sich zudem das Besprühen mit Wasser.

Die meisten Orchideen Krankheiten entstehen aufgrund von Pflegefehlern. Werden die Bedürfnisse der Gewächse erkannt und in die Tat umgesetzt, fühlen sich die Pflanzen wohl und können sich gegen Schädlinge, Pilze und bakterielle oder virale Ansteckungen besser zur Wehr setzen.