Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Phalaenopsis Orchideen - Pflege und Herkunft

Die Phalaenopsis entwickelte sich bei uns zum Spitzenreiter unter den Orchideen. Ihre Beliebtheit verdankt sie ihrer langen Blühfreude und ihrer verhältnismäßig leichten Pflege, weshalb sie sich hervorragend als Einstieg für Orchideen-Neulinge eignet. Die Hybriden sind in zahlreichen Blütenfarben erhältlich, einfarbig in Weiß oder in Gelb- oder Rosatönen, sowie in gestreiften und gefleckten Farbkombinationen.

Heimat und Verbreitung

Phalaenopsis-Orchideen haben ihren Ursprung auf den Philippinen und in Indonesien, wobei das Verbreitungsgebiet auch Bhutan, Taiwan, Südchina und Malaysia einschließt. Aus diesem Grund wird auch häufig der Name Malaienblume angewandt.

Im deutschsprachigen Raum setzten sich die Bezeichnungen Schmetterlings- und Nachtfalterorchidee durch, abgeleitet von den griechischen Wörtern "phalaina" für Nachtfalter und "opsis" für ähnlich.

Die Orchideengattung Phalaenopsis spezialisierte sich auf den Aufenthalt auf Bäumen, aus gutem Grund, denn dort sind die Gewächse der Sonne ein Stück näher. Auf dem Waldboden fehlt es ihnen an Helligkeit, denn Sonnenstrahlen können das dichtbelaubte Blätterdach eines Regenwaldes nur mit großer Mühe durchdringen.

Bild einer weißen Phalaenopsis Orchidee
Phalaenopsis mit weißen Blüten sind aktuell sehr beliebt und ein Klassiker unter den Orchideen

Pflanzenbeschreibung

Die lanzettenförmigen Blätter der Phalaenopsis besitzen eine lederartige Beschaffenheit. Blütenstände entspringen stets der Blattachse unter oder zwischen den Blättern. Die Größe der Blüten, die sich aus drei Kelchblättern und drei Kronblättern zusammensetzen, variiert je nach Art, wobei das mittlere Kronblatt die dreigeteilte Lippe bildet. Im Zentrum sitzt das Staubblatt mit der hinter einer Schutzkappe versteckten Narbe.

Phalaenopsis sind aufgrund ihres Wachstums auf Ästen einen fest verankerten Stand im Erdboden nicht gewohnt. Dieser Aspekt muss auch bei der Zimmerkultur Berücksichtigung finden, weshalb sich ein grobstrukturiertes Rindensubstrat als naturnaher Ersatz anbietet. Handelsübliche Orchideenerde entspricht dieser Beschaffenheit.

Besonderheiten

Die Wurzeln dürfen nicht ins Substrat eingepresst werden, verträglicher ist die Verteilung der Orchideenerde um die Wurzeln, wobei zur Seite stehende Luftwurzeln im Freien bleiben können. Um ein Regenwaldklima vorzutäuschen, benötigen Phalaenopsis-Orchideen regelmäßiges Einnebeln der Blätter und der Luftwurzeln. Zur Wässerung hat sich das Eintauchen des Wurzelballens im 1-2-wöchigen Abstand bewährt. Alternativ sollten die Pflanzen immer erst dann gegossen werden, wenn das Orchideensubstrat etwas abgetrocknet ist. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, ebenso eine direkte Sonnenbestrahlung.

Die optimale Temperatur für Phalaenopsis-Orchideen beträgt tagsüber 20° bis 30° C, nachts und während der Ruhephase sollte die Temperatur bei 15° C oder leicht darüber liegen.

Bild einer Phalaenopsisblüte
Farbenprächtige Blüten einer Phalaenopsis Pflanze

Wussten Sie,

dass die Phalaenopsis auch Nachtfalterblume oder Malaienblume genannt wird?

Tipp:

Ein durchsichtiger Pflanztopf lässt zusätzlich Licht an die Wurzeln dringen, was den Stoffwechsel der Pflanze verbessert.