Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Schädlinge bei Orchideen - was tun ?

Die Freude an Orchideen wird mit dem Auftreten von Schädlingen erheblich getrübt. Prinzipiell gilt, je früher Ungeziefer entdeckt wird, desto leichter lässt es sich bekämpfen. Deshalb empfiehlt sich regelmäßige Kontrolle, die idealerweise immer beim Wässern der Pflanzen erfolgt. Befinden sich tatsächlich an den Orchideen Schädlinge, bedarf es sofortiger Maßnahmen, allen voran die Isolierung der betroffenen Pflanze, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Orchideen Schädlinge an der Pflanze

Saugende Insekten ernähren sich vom Pflanzensaft und schwächen dadurch die betroffenen Gewächse. Bei Orchideen treten vor allem nachstehende Arten auf:

  • Grüne oder schwarze Blattläuse werden am besten mit einem feuchten Küchentuch und dem anschließenden Einnebeln von Schmierseifenlösung entfernt.
  • Woll- oder Schmierläuse sind an weißlichen Gespinsten bzw. an schmierigen Stellen an den Blättern erkennbar. Zur Bekämpfung haben sich einige Hausmittel bewährt, welche Sie auf dieser Unterseite nachlesen können.
  • Schildläuse besiedeln das Laub mit ihren ovalförmigen, braunen Panzern in bis zu 5 mm Größe. Mit dem Auftragen von Teebaumöl lassen sie sich bekämpfen, wobei sich ein starker Befall nur in seltenen Fällen komplett entfernen lässt. Für mehr Detailinfos zu Schildläusen klicken Sie hier.

Der Fachhandel bietet für alle Schädlingsarten chemische Mittel an. Bei deren Anwendung nach den Hinweisen des Herstellers sollten unbedingt Handschuhe getragen werden.

Orchideen Schädlinge im Substrat

Trauermücken treten vor allem bei zu feucht und mit Torfsubstrat gehaltenen Orchideen auf. Die erwachsenen Tiere ähneln Fruchtfliegen, besitzen jedoch schwarze Körper. Ihre Larven, die sich aus ins Substrat gelegten Eiern entwickeln, schädigen die Pflanze, denn sie ernähren sich von Humus und von Pflanzenwurzeln. Bei Trauermückenbefall empfiehlt sich ein sofortiges Umtopfen in Rindenstückensubstrat und der Einsatz von Gelbtafeln oder Klebefallen sowie eine trockenere Haltung der Orchideen. Ähnlich verhält es sich mit Springschwänzen, die man an ihren hüpfenden Bewegungen und den Sprunggabeln am Hinterende erkennt.

Gesunde Pflanzen sind stets die beste Vorsorge, um Orchideen Schädlinge fernzuhalten, denn das unerwünschte Getier befällt vor allem kränkliche Gewächse. Häufig werden Schädlinge mit Neuanschaffungen eingeschleppt, was ein besonders kritischer Blick beim Kauf einer neuen Orchidee verhindert.