Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Warum eine Orchideenvitrine?

Die meisten Orchideen für die Zimmerkultur waren einst im Regenwald zuhause. Ihr Lebensraum wies dort eine sehr hohe Luftfeuchte auf, denn die Niederschlagsmenge der tropischen Wälder liegt für gewöhnlich weitaus höher als 2000 mm im Jahresmittel. In diesem Ökosystem finden Orchideen perfekte Lebensbedingungen, die ihnen ein Standort in der Wohnung niemals bieten kann.

Mehrmaliges tägliches Einsprühen bringt die Gewächse ihrer natürlichen Lebensweise zwar etwas näher, ganz imitieren lässt sich das feucht-warme Milieu eines Regenwaldes aber nicht, es sei denn, die Orchideen erhalten in einem Tropenterrarium einen eigens für sie geschaffenen Mikrokosmos zur Verfügung gestellt.

Orchideenvitrinen bieten optimale Kulturbedingungen

Die gängigen Orchideenarten, wie zum Beispiel die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis), gedeihen in der Wohnung verhältnismäßig gut. Doch je außergewöhnlicher die Orchideenart, desto schwieriger gelingt die Kultivierung. Exotische Tiere sind in einem Terrarium am besten aufgehoben.

Ähnlich verhält es sich mit seltenen Orchideengattungen, die sich in einem Tropenterrarium vortrefflich entwickeln. Auch den vergleichsweise einfach zu haltenden Orchideen sagen Orchideenvitrinen mehr zu, als schlichte Plätze am Fenster. Im Glashaus lässt sich zudem das Aufbinden der Gewächse auf Äste verwirklichen. Bei vielen Orchideen handelt es sich schließlich um Aufsitzerpflanzen, die sich in einem Topf eingezwängt nicht sonderlich wohl fühlen. Viel besser behagt ihnen ein freies Entfalten, bei dem den Wurzeln sowohl Feuchtigkeit als auch Licht zuteil wird.

Orchideenvitrinen kaufen

Speziell für Orchideen ausgelegte Glasvitrinen gibt es zwar auch, im Prinzip reicht jedoch ein Terrarium aus, das sich zum Lebensraum für die Exoten umfunktionieren lässt. Als Standort kommt jeder Bereich in der Wohnung infrage, vorausgesetzt, das Terrarium ist mit Beleuchtungsmitteln ausgestattet. Ohne zusätzliche Lichtquelle muss ein Platz am Fenster gewählt werden. Aquarien sind weniger gut geeignet, denn ihnen fehlt es am nötigen Luftaustausch, den die Orchideen dringend brauchen. Die Kapazität von Orchideenvitrinen sollte auf den beabsichtigten Inhalt abgestimmt sein. Was die Größenordnung betrifft, empfiehlt sich bei geeigneten Platzbedingungen gleich eine größere Variante zu wählen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit gesellen sich zu den anfangs in der Orchideenvitrine untergebrachten Gewächsen mit der Zeit noch weitere hinzu. Im Zoohandel stehen diverse Terrarien Modelle zum Kauf bereit.

Richtig einrichten!

Außer den Leuchtstoffröhren zählen zur perfekten Ausstattung von Orchideenvitrinen noch Heizung, Lüfter und idealerweise auch eine Nebelanlage. Die extrem feinen Düsen verteilen das Wasser als Nebelschleier, der von der warmen Luft absorbiert wird, so dass keine Staunässe entsteht. Als Füllmaterial für den Boden zeichnet sich Blähton mit seinen besonderen Eigenschaften aus. Er saugt überschüssige Nässe in sich auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Zum Aufhängen der Wurzelstücke oder Äste, auf denen die Orchideen Platz nehmen, eignen sich Drahtgitter sehr gut. Es bedarf auch noch ein Kontrollgerät, das die Luftfeuchtigkeit misst. Eine Orchideenvitrine stellt nicht nur den bestmöglichen Standort für die exotischen Gewächse dar, das Tropenterrarium beeindruckt letztendlich auch als faszinierende Dekoration in der Wohnung.