Orchideen pflegen
Über einige Arten, die richtige Pflege und Tipps

Orchideen für Einsteiger

Der Kreis der Orchideenfreunde wächst von Jahr zu Jahr. Immer mehr Menschen finden Gefallen an den fremdländischen Schönheiten und möchten ihre Wohnräume mit ihnen schmücken. Damit die Freude an den exotischen Gewächsen möglichst lange anhält, empfiehlt sich zunächst die Anschaffung einer vergleichsweise einfach zu kultivierenden Orchideenart. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Orchidee als Blumenpräsent gekauft wird und der Beschenkte über keine Erfahrung mit Orchideen verfügt. Das Angebot im Handel umfasst in der Regel Kreuzungen (Hybriden), die lange blühen, widerstandsfähiger sind und mit einem geringeren Pflegeaufwand auskommen als Naturformen.

Phalaenopsis, die perfekte Anfänger-Orchidee

Als Einsteiger-Orchidee zeichnet sich insbesondere die Schmetterlingsorchidee aus. Die wissenschaftliche Bezeichnung dieser Pflanzengattung lautet Phalaenopsis. Der Name bezieht sich auf das griechische Wort für "Nachtfalter", weil die großen seitlichen Kronblätter wie die Flügel eines Nachtfalters bzw. Schmetterlings aussehen.

Bild einer Phalaenopsis Orchideen - ideal für Einsteiger
Die Phalaenopsis eignet sich sehr gut für Einsteiger


Eine Phalaenopsis bereitet Orchideeneinsteigern wegen ihrer Robustheit relativ wenig Schwierigkeiten. Vorausgesetzt, die Pflanze erhält einen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung in einem Raum mit fortwährender Zimmertemperatur. Kühle Schlafzimmer und ungeheizte Treppenhäuser entsprechen nicht ihren Bedürfnissen. Weil es sich um eine Regenwaldpflanze handelt, sollten die Blätter einmal täglich eingenebelt werden, um eine hohe Luftfeuchte nachzuahmen. Das grobe Orchideensubstrat darf weder zu nass noch zu trocken sein. Eintauchen in Wasser in 14-tägigen Intervallen bekommt Schmetterlingsorchideen am besten. Orchideendünger wird nur etwa alle vier Wochen benötigt.

Miltoniopsis eignen sich gleichfalls als Einsteiger-Orchideen

Die Miltonia Arten heißen auch Veilchen- oder Stiefmütterchenorchideen, da sie ähnliche Blüten wie Veilchengewächse haben. Die Ansprüche dieser Gattung decken sich größtenteils mit den Pflegebedingungen der Phalaenopsis. Auf Staunässe reagieren Miltoniopsis Orchideen allerdings noch etwas empfindlicher. Auftretende Probleme stehen in der Regel im Zusammenhang mit zu üppigen Wassergaben.

Tipps für den Orchideenkauf:

Bevor die Wahl auf eine Pflanze fällt, empfiehlt sich ein "Gesundheitscheck":

1. Befinden sich an den Trieben keine vertrocknete Blüten und zur Spitze hin noch einige Knospen, hat die ausgesuchte Orchidee den ersten Teil der Untersuchung erfolgreich bestanden.

2. Obwohl bei einer Orchidee die Blüten am meisten auffallen, gebührt auch den Blättern Aufmerksamkeit. Treten auf dem Laub Verletzungen, Fäulnisstellen oder Flecken auf? - Eine gesunde Orchidee verfügt über unversehrte, tiefgrüne, fleischige Blätter. Braunes, gelbes oder schrumpeliges Laub weist auf eine kränkliche Pflanze hin.

3. Gibt die Orchidee beim "Wackeltest" nach, sind die Wurzeln nicht richtig eingewachsen oder es fehlt ihnen an Substanz.

4. Das Gewächs sollte natürlich auch frei von tierischen Schädlingen sein. Orchideen werden primär von Blatt-, Schild- und Wollläusen befallen.

Findet der Kauf im Winter statt, stellt der Weg vom Geschäft zum Auto bzw. nach Hause unter Umständen ein Risiko für die Orchidee dar. Auf Kälte, auch nur für kurze Zeit, reagieren die Pflanzen extrem empfindlich. Deshalb sollten sie während der kalten Jahreszeit vor einem Transport im Freien mit Seidenpapier oder mit Zeitung eingewickelt werden.